search
Sicherheit

Softwarewechsel im Unternehmen sicher gestalten

Systemwechsel planen, Prozesse optimieren und Risiken vermeiden. So gelingt der Umstieg strukturiert und sicher. Mehr erfahren!

7 min Lesezeit
BIL Beitragsbild Systemwechsel Ohne Datenverlust

Systemwechsel ohne Datenverlust: Ihr sicherer Fahrplan für den digitalen Umzug

Ein Softwarewechsel sorgt in Unternehmen oft für Unsicherheit. Viele Fragen kommen auf, wie: Was passiert mit den Kundendaten? Bleiben alle Belege erhalten? Und ist bei der nächsten Betriebsprüfung noch alles nachvollziehbar?

Doch veraltete Systeme kosten täglich: In manuellen Umwegen, doppelter Datenpflege und Prozessen, die längst einfacher sein könnten. Gleichzeitig kann ein überstürzter Wechsel Probleme verursachen, etwa durch verlorene oder unvollständige Daten. Die Lösung: Ein klar geplanter Übergang. Und wie der sicher gelingt, zeigt dieser Ratgeber in sechs nachvollziehbaren Schritten.

Schritt #1: Bestandsaufnahme und das digitale Sicherheitsnetz

Bevor Sie den ersten Klick im neuen System machen, sichern Sie Ihr Daten-Fundament. Erstellen Sie eine vollständige Sicherung Ihres aktuellen Systems – idealerweise auf einem externen Datenträger oder in einem geschützten Cloud-Speicher.

Verschaffen Sie sich anschließend einen klaren Überblick: Welche Daten sind für Ihren Betrieb wirklich unverzichtbar? Dazu zählen in der Regel Kundenstammdaten, Rechnungen und Leistungs- bzw. Transaktionshistorien. Ihr Vorteil: Wer weiß, was vorhanden ist, kann den Systemwechsel deutlich strukturierter angehen.

Schritt #2: Datenhygiene

Ein Systemwechsel ist die ideale Gelegenheit, Ordnung zu schaffen. Entfernen Sie doppelte Einträge, aktualisieren Sie veraltete Inhalte und prüfen Sie Ihre Stammdaten auf Vollständigkeit.

Gerade in der Buchhaltung gilt: Fehlerhafte oder uneinheitliche Datensätze setzen sich im neuen System fort. Wer hier sauber arbeitet, reduziert späteren Korrekturaufwand – und schafft die Grundlage für stabile Prozesse in der Zukunft.

Schritt #3: Strukturierter Datenexport

Nach der Bereinigung folgt der Export. Je nach Programm umfasst dieser andere Datensätze. Wechseln Sie zum Beispiel zu einer moderneren Buchhaltungssoftware, gehören dazu neben Stammdaten auch Belege, Buchungen und offene Posten. Die meisten Systeme ermöglichen diesen Export als CSV- oder Excel-Datei.

Wichtig: Führen Sie den Export zunächst nur als Testlauf mit einigen Datensätzen durch. Prüfen Sie dann nicht nur die Vollständigkeit, sondern auch Inhalte und Zusammenhänge: Stimmen Beträge, Datumsfelder und Verknüpfungen? Erst wenn die erforderlichen Daten korrekt vorliegen, geht es weiter.

Schritt #4: Struktur-Check

Jetzt erfolgt die eigentliche Übersetzung. Jedes System hat eigene Feldlogiken und Datenstrukturen. Sie müssen sicherstellen, dass Ihre exportierten Inhalte korrekt zugeordnet werden – zum Beispiel Namen, Adressen, Projekte oder Dokumente den richtigen Feldern im neuen System.

Achten Sie besonders auf Formate wie Datumsangaben, Nummernkreise oder spezielle Datenfelder. Auch Beziehungen zwischen Datensätzen (zum Beispiel Kunde und Auftrag) müssen erhalten bleiben. Nur wenn die Struktur sauber passt, kann das neue System reibungslos funktionieren.

Schritt #5: Testlauf

Spielen Sie im noch mit Testdaten befüllten System zunächst typische Alltagsfälle durch.  Am besten solche, bei denen Sie sofort merken, wenn etwas nicht stimmt.

Kontrollieren Sie danach nicht nur einzelne Felder, sondern den ganzen Ablauf: Stimmen Inhalte, Formate und Verknüpfungen? Laufen wichtige Prozesse, Auswertungen, Rechte und Schnittstellen reibungslos? Dieser Testlauf zeigt früh, wo nachgebessert werden muss, bevor Fehler echten Schaden anrichten können.

Schritt #6: Finaler Import und rechtssichere Archivierung

Ist der Testlauf erfolgreich, können Sie den vollständigen Datenimport durchführen. Doch damit ist der Wechsel noch nicht abgeschlossen.

Stellen Sie sicher, dass Sie weiterhin Zugriff auf Ihre Altdaten besitzen. Für Buchungsbelege, Rechnungen und Jahresabschlüsse schreibt die GoBD eine revisionssichere Ablage vor – in der Regel für zehn Jahre. Das alte System darf also nicht einfach gelöscht werden. Sorgen Sie stattdessen für einen gesicherten, möglichst schreibgeschützten Zugriff.

So behalten Sie den Überblick über vergangene Vorgänge und sind bei Rückfragen oder Prüfungen jederzeit auskunftsfähig.

Die größten Fehlerquellen beim Softwarewechsel

Trotz guter Planung scheitern viele Projekte an denselben Punkten:

  • Zeitdruck und falsches Timing: Ein Wechsel „nebenbei“ führt fast immer zu Fehlern. Planen Sie ausreichend Zeit ein und wählen Sie – wenn möglich – einen ruhigen Zeitraum (zum Beispiel außerhalb von Hochphasen).
  • Unklare Zuständigkeiten: Wenn nicht klar ist, wer für Daten, deren Migration und Entscheidungen verantwortlich ist, entstehen Lücken und Missverständnisse.
  • Mangelnde Einbindung des Teams: Wer die Mitarbeitenden vor vollendete Tatsachen stellt, riskiert Fehler aus Unsicherheit – oder dass das neue System schlicht umgangen wird.
  • Fehlende Tests vor dem Go-live: Wer ohne Testlauf direkt umstellt, riskiert fehlerhafte Daten und unterbrochene Prozesse. Testmigrationen sind Pflicht.
  • Unvollständige oder fehlerhafte Datenübernahme: Nicht nur die Menge zählt – auch Inhalte, Verknüpfungen und Formate müssen stimmen.
  • Kein sauberes Backup oder Rückfallplan: Ohne Sicherung und klaren Plan für den Notfall gibt es keinen Weg zurück, wenn etwas schiefgeht.

Mit Struktur zur digitalen Souveränität

Wer die Schritte kennt, macht weniger Fehler. Aber auch die beste Vorbereitung hilft nur so weit, wie das neue System mitzieht. Wer am Ende in einer Plattform landet, die komplex aufgebaut ist, viele Einrichtungsschritte verlangt oder unklare Strukturen mitbringt, hat die nächste Hürde schnell vor sich.

Genau deshalb lohnt es sich, die Systemwahl nicht dem Zufall zu überlassen. Auf der Suche nach einer neuen Buchhaltungslösung? Billit gestaltet den Einstieg so reibungslos wie möglich: Klare Strukturen, rechtssichere Abläufe und ein Setup, das ohne großen Aufwand funktioniert – von der Rechnungserstellung bis zum Versand über Peppol. Und weil Billit die E-Rechnung bereits vollständig unterstützt, sind Sie nicht nur für heute gut aufgestellt. Sondern auch für das, was regulatorisch als Nächstes kommt.

Überzeugen Sie sich jetzt kostenlos selbst davon.

Mehr zum Thema Sicherheit

Blog MFA
Sicherheit

Schützen Sie Ihr Konto mit 2 Klicks: Warum MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung) ein kluger Schachzug ist

Die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, die Sie vor unerwünschtem Zugriff auf Ihr Konto schützt. Wir erklären, wie dies funktioniert und wie Sie MFA in Billit selbst einstellen können.

Mehr lesen
Quishing
Sicherheit

Was ist Quishing? Und wie kann man sich davor schützen?

Quishing ist eine neue Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle gefälschter QR-Codes bedienen. In diesem Blogartikel erklären wir, wie man sich dagegen wappnen kann.

Mehr lesen